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06. Mai 2007

Harte Kritik Kuhns an SFV

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, man kann auch beim Arbeiten braun werden (habe ich als Italien-Korrespondent fünf Jahre lang gepredigt, niemand hat's mir geglaubt). Nach zwei Wochen Ferien in Rom sitze ich auf der Terrasse von unserem Kolumnisten Lorenzo de' Medici in Sitges bei Barcelona, mit Blick aufs Meer (wir bereiten uns auf den America's Cup in Valencia vor, wo wir ab morgen ein paar Tage sein werden) . Die Temperatur beträgt milde 24 Grad, der Schattenwurf ist seit 18 Uhr, also seit fast zwei Stunden, perfekt, um ein paar Zeilen zu schreiben (Lorenzo hat den Tisch im Strandrestaurant für 21.30 Uhr reserviert, etwas früher als sonst hier üblich, wie er sagt, weil man in der Schweiz doch so früh isst. Er sagt es nebenbei, denn er ist im Moment dabei, seine Blumen zu stuzen, deren Namen er nicht kennt - ich hätte es gerne präziser geschrieben).
Ganz genau weiss ich hingegen zu berichten, was gestern (Samstag) im Tages-Anzeiger stand. Ein Knüller, den niemand in der Fussballbranche als solchen bemerkt hat, nicht einmal die Sportreporter vom Tagi selber.
Drum hier eine Kurzzusammenfassung: Köbi Kuhn äussert sich erstmals und überraschend kritisch zum Schweizer Fussballverband SFV, den er sarkastisch als "Königreich" bezeichnet, gleichzeitig lobt er die Möglichkeiten des Bloggens (!), um eigene Mängel in der Kommunikation zu kompensieren und frohen Mutes in die Zukunft zu blicken. Hier aber der Wortlaut im Text von Sportreporterin Astrid Frefel "(...) Dennoch ist Köbi Kuhn überzeugt, dass Blogging ein idealer Weg ist, um in der eigenen Gesellschaft Diskussionen anzuregen und mit der Welt ausserhalb des Königreichs zu kommunizieren. Und auf längere Sicht vielleicht sogar Reformen anzustossen."
Wann hat man deutlichere Worte von unserem Nationalcoach gehört?
Vielleicht wird sich doch noch alles zum Guten wenden, ein Anfang ist gemacht.
Schönen Sonntag.
Korrigendum: Im Blog von Walter De Gregorio ist ein Fehler passiert. Es geht im besagten Artikel von Astrid Frevel, Seite 9, nicht um Köbi Kuhn, sondern um Ahmed al-Omran, einen 22jähriger Schiiten, und das Königreich ist Saudiarabien, nicht der SFV. Wir bitten um Verständnis.

Mai 6, 2007, 08:04 nachm.
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Kommentare

ach, wie herrlich! weiter so, herr de gregorio, bitte!

Kommentiert von: puyol5 | 13.05.2007 22:05:53

Hallo Walti

Was meinst Du zum Trainerwechsel bei GC? Mit Latour scheint mir dem GC wieder etwas Leben eingehaucht worden zu sein. Wenigstens haben die Medien wieder einen guten Interview Partner ;-)

Kommentiert von: Föns | 10.05.2007 23:58:16

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