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30. April 2007

Fisch statt Fussball

Ja, Valon Behrami wurde im Römer Derby von gestern ausgewechselt. Weil er sich verletzt hatte. Vermutlich, weil sein Gegner Mancini ihm eine Halbzeit lang um die Ohren gerannt war. Stimmt also, was der Tagi über das Spiel schrieb, wenn stimmt, was die Zeitungen in Italien über das Spiel schrieben. Ins Olympia-Stadion war ich am Sonntag selber nicht gegangen, da ich Fisch hatte am Lago di Bracciano, wo ich noch ein paar wenige Tage Ferien mache - bei Hanne, Carletto, Raffaele, Mo und Irene (Mo und Irene haben mir eine Flasche Wein versprochen, jedesmal, wenn ich sie namentlich im Blog erwähne).
Auch Behrami hatte mir zu trinken versprochen, wenn ich ihn in Rom mal besuchen würde (das war vor jenem famosen Interview in diesem Blog, also vor Behramis Attentat auf die Person Köbi Kuhns mit dem Slogan "Schuelreisli" und dem Ziel, die Autorität der Person Köbi Kuhns in subversiver Weise zu untergraben wie seinerzeit der Anarchist Bakunin, als dieser in selbiger Manier Attentate mit dem Slogan "Propaganda der Tat" vorbereitete mit dem Ziel, die Autorität des damaligen Russen-Trainers zu untergraben, was ihm zwar nicht gelang, aber später musste Zar Sowieso sein Traineramt dann doch abtreten an einen Schweizer Exilrussen namens Ulianov, der im Zürcher Cafè Odeon soviel sauffte, dass die Behörden ihn im plombierten Zugsabteil durch das Wilhelminische Deutschland fuhren und nach Russland ausschafften, wo er ein ebenso bekannter wie umstrittener Nationaltrainer werden sollte). Als ich Behrami, wie angekündigt, im Trainingscamp von Lazio in Formello bei Sordi_e_spaghettiRom besuchen ging, gab's dann aber weder Kaffee noch ein zweites Interview. Valon sei gerade in der Massage, danach in der Teamsitzung und überhaupt, sagte Lazios Pressesprecherin Cristina, Behrami habe im Moment keine Zeit, über die Schweizer Nationalmannschaft zu reden. Er stecke mitten in der Vorbereitung auf das Derby. Auch darum habe ich am Sonntag den Fisch dem Fussball vorgezogen (und später einen Teller bucatini all'amatriciana nachgeschoben). Ich war ganz entspannt, denn ich wusste, dass Behrami die Lektion gelernt hatte: Die Wahrheit sagen, darf er nicht. Lügen, mag er nicht. Bleibt das Schweigen.

April 30, 2007, 10:49 nachm.
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